Ist uns bewusst, wie sehr wir in unserem Denken und Handeln durch das neuronale Programm „Kämpfen“ durchdrungen sind. Wir kämpfen um Anerkennung und Liebe, wir kämpfen um Job und Geld. Wir kämpfen um unsere Meinung, darum gehört und wahrgenommen zu werden.

Das Fatalste jedoch – Wir kämpfen ständig mit uns selbst. Mit dem Kobold / Saboteur in uns, der uns ständig erzählt, wie wir uns zu verhalten haben. Er diszipliniert, vergleicht und bewertet uns mit anderen und uns mit uns selbst. Alleine sich das auf der Zunge zergehen zu lassen ist schon anstrengend und-  ja, dieser gedankliche Vorgang des inneren Kämpfens kostet Energie.

Energie, die wir brauchen um ins Handeln zu kommen und nicht alles Hunderte Male „durchzugrübeln“. Wir können gar nicht alle Möglichkeiten im Kopf durchspielen, da das Leben bunter, chaotischer und  voller kreativer Überraschungen ist. Weit mehr als wir es uns vorstellen können. Angst und Unentschlossenheit lähmen uns.

Eines der häufigsten Gegenargumente:  „Aber es ist doch so, dass ich kämpfen muss, um Erfolg zu haben. Das war doch schon immer so.“ Nur das, was immer schon so war, muss nicht auch automatisch richtig sein.
Dieses neuronale Programm des Kämpfens hat seinen Ursprung im so genannten Reptiliengehirn. Nur zwischenzeitlich haben wir Menschen uns weiterentwickelt und neuere Hirnareale überlagern das Reptiliengehirn. Also nutzen wir doch die Fähigkeiten, die wir mit dem neueren Gehirn, dem Neokortex, mitbekommen haben. Programmieren wir diesen Biocomputer namens Gehirn doch so um, dass wir aus dem Kampfmodus in den Kooperationsmodus kommen.

Wie geht dieses Nicht-KÄMPFEN?

Wenn Sie wollen ganz einfach!
Wenn Sie für sich feststellen, dass Sie keine Lust mehr haben, sich mit Ihrem inneren Kobold / Saboteur zu unterhalten, ist der Anfang bereits gemacht. Da Sie darauf trainiert sind, diesem inneren Kobold, diesem Zweifler und Besserwisser zuzuhören, überraschen Sie ihn. Überraschen, indem Sie seine Argumente auseinandernehmen und zwar so lange, bis er keine mehr hat. Sie schreddern quasi, alles was da gedacht, verglichen und bewertet wird. Diesen intellektuellen Prozess machen Sie alleine, so wie Sie auch für einen Marathon trainieren oder sich auf eine Prüfung vorbereiten. Ohne ein wenig Disziplin geht es leider nicht. Übung gehört einfach mit dazu.

Was passiert, wenn ich aufhöre zu kämpfen?

Es ist nicht so, dass Ihnen plötzlich alles gleichgültig wird. Es passiert etwas anderes.
Die freigewordene Energie können Sie nutzen um kraftvoller zu Handeln. Sie tun einfach die Dinge, die zu erledigen sind. Manche Erledigungen sind angenehm und manche unangenehm. Nehmen Sie die Bewertung weg und Sie beginnen, einfach nur noch im Handeln zu sein. Ich bin dann plötzlich im Hier und Jetzt. Dieser Zustand ist nicht mit Worten zu beschreiben, sondern kann nur selbst erfahren werden. Ich habe dann Bewertungen meiner Handlungen aus der Vergangenheit beendet – da sie keinerlei Wert haben. Außerdem denke ich weniger über die Zukunft nach. Seien Sie ehrlich mit sich selbst. Hat Ihnen das Nachdenken über die Zukunft wirklich jemals geholfen?

Viel Spaß beim Entdecken neuer Möglichkeiten, die in Ihnen stecken!